--- title: "Die europäische Gehaltsleiter: Wer ganz oben steht und wer ganz unten" description: ... canonical: https://www.datapulse.de/europaeische-gehaltsleiter/ author: Maria Fernandez published: 2026-10-14T16:54:50+00:00 modified: 2026-10-14T17:01:28+00:00 section: Politik language: de publisher: DataPulse Research image: https://www.datapulse.de/wp-content/uploads/2026/10/gehaltsleiter-infografik-datapulse.png --- # Die europäische Gehaltsleiter: Wer ganz oben steht und wer ganz unten Gehälter ## Die europäische Gehaltsleiter: Wer ganz oben steht – und wer ganz unten --- Von [Maria Fernandez](https://www.datapulse.de/author/maria/)Redaktion Philipp NagelsInfografik Diego Forti Aktualisiert am 14. Oktober 2026 Diese Studie ist für [AMEXcited](https://www.americanexpress.com/de-de/amexcited/business/magazin/finanzen-management/europaeische-gehaltsleiter--14741), das Magazin von American Express, entstanden und dort zuerst erschienen. Wie viel ist ein Gehalt wert, wenn man es mit ganz Europa vergleicht? Eine Analyse aller 27 EU-Länder zeigt, wie weit Einkommen innerhalb und zwischen den Ländern auseinanderliegen. Ein Beispiel: Wer in Deutschland den Mindestlohn erhält, muss **12 Jahre** Vollzeit für ein Kanzlergehalt arbeiten – und **576 Jahre** für die Jahresvergütung von SAP-Chef Christian Klein. **Gleichzeitig reicht der deutsche Mindestlohn fast, um in Rumänien zum obersten 1 % auf der Einkommensleiter zu gehören**. Das Wichtigste in Kürze Zum obersten 1 % eines Landes gehört, wer in Rumänien mehr als **22.715 €** verfügbares Einkommen pro Kopf und Jahr hat, in Luxemburg mehr als **205.420 €**. Deutschland liegt mit 111.693 € im oberen Mittelfeld. EU-weit beginnt das oberste 1 % bei rund **92.200 €** nach Steuern; rund 59 % dieser Gruppe leben in Deutschland und Frankreich. Regierungschefs verdienen das 2,3-Fache (Malta) bis **9,1-Fache** (Ungarn) des nationalen Medianverdienstes, der Bundeskanzler das 6,3-Fache, der bestbezahlte DAX-Chef das 305-Fache. Wer in Deutschland den Mindestlohn erhält, arbeitet **12 Jahre** für ein Kanzlergehalt und **576 Jahre** für die Jahresvergütung von SAP-Chef Christian Klein. Der Rechner weiter unten zeigt, wo ein beliebiges Gehalt im eigenen Land und unter 450 Millionen Menschen in der EU steht. --- ## Und wo stehen Sie? Der Rechner zeigt die Position im eigenen Land und unter allen 450 Millionen Menschen in der EU. Zum Rechner ![Regieren lohnt sich. DataPulse-Infografik: Was Regierungschefs und Abgeordnete in der EU verdienen, im Verhältnis zum nationalen Medianlohn 2025](https://www.datapulseresearch.com/p/salary-ladder-infografik-de.png?v=3) Zum Vergrößern klicken Jedes Land kennt seine eigenen Einkommenszahlen. Kaum jemand kann jedoch sagen, wie sie sich im europäischen Vergleich zueinander verhalten. Diese Studie stellt die Einkommen aller EU-Länder auf eine gemeinsame Leiter und beschränkt sich bewusst auf die **27 Mitgliedstaaten**. Die Schweiz, Norwegen, Island und das Vereinigte Königreich bleiben außen vor. Als Vergleichsmaßstäbe dienen der Lebensstandard der Haushalte, anhand dessen bestimmt wird, wer zum obersten 1 % eines Landes zählt, sowie der nationale Medianverdienst. An diesem lassen sich unter anderem Vorstands- und Managergehälter messen. Wichtig dabei: Das „oberste 1 %“ der Einkommensverteilung bezieht sich stets auf Einkommen, nicht auf Vermögen. ## EU: Wer gehört zum obersten 1 % eines Landes? Um zu bestimmen, ab welchem Einkommen das oberste 1 % eines Landes beginnt, nutzt die Studie den Lebensstandard der Haushalte: das **verfügbare Äquivalenzeinkommen** jeder Person in der EU nach Eurostat EU-SILC (Einkommensjahr 2024). Es umfasst das gesamte Haushaltseinkommen nach Steuern und Sozialabgaben, geteilt durch die Haushaltsgröße und jedem Haushaltsmitglied zugerechnet. Dabei zählt der erste Erwachsene mit 1,0, jede weitere Person ab 14 Jahren mit 0,5 und jedes Kind unter 14 Jahren mit 0,3. Es geht damit ausdrücklich um Einkommen, nicht um Vermögen: Jemand mit einem großen Wertpapierdepot und einem kleinen Gehalt steht auf dieser Leiter unten, ein gut bezahlter Angestellter ohne Ersparnisse hingegen oben. Die folgende Karte zeigt, ab welchem verfügbaren Einkommen man in jedem EU-Land zum obersten 1 % gehört – jeweils nach Steuern und auf eine Person umgerechnet. Alle Beträge sind in nominalen Euro angegeben, ohne Anpassung an die Kaufkraft, die diese Euro vor Ort haben. [Der Eintritt in das oberste 1 % erfordert in Luxemburg neunmal so viel Einkommen wie in Rumänien](https://datawrapper.dwcdn.net/2xqVb/?dark=true) **Zugrunde liegende Daten ansehen** | Land | Code | Schwelle oberstes 1 % (Euro) | Schwelle oberstes 1 % (KKS) | Medianeinkommen (Euro) | | --- | --- | --- | --- | --- | | Österreich | AUT | 113.574 | 100.643 | 36.546 | | Belgien | BEL | 87.171 | 74.807 | 31.299 | | Bulgarien | BGR | 48.808 | 81.746 | 8.862 | | Zypern | CYP | 99.193 | 106.905 | 22.066 | | Tschechien | CZE | 44.986 | 50.878 | 15.199 | | Deutschland | DEU | 111.693 | 102.814 | 28.891 | | Dänemark | DNK | 135.389 | 94.627 | 36.192 | | Estland | EST | 50.825 | 50.830 | 17.146 | | Griechenland | GRC | 49.279 | 57.331 | 11.700 | | Spanien | ESP | 68.318 | 75.164 | 20.367 | | Finnland | FIN | 103.707 | 84.006 | 29.740 | | Frankreich | FRA | 104.743 | 94.185 | 26.459 | | Kroatien | HRV | 45.227 | 59.309 | 15.057 | | Ungarn | HUN | 36.021 | 48.993 | 8.792 | | Irland | IRL | 123.200 | 89.230 | 35.138 | | Italien | ITA | 82.830 | 84.941 | 22.062 | | Litauen | LTU | 64.585 | 79.158 | 13.982 | | Luxemburg | LUX | 205.420 | 154.636 | 50.046 | | Lettland | LVA | 60.394 | 73.846 | 13.983 | | Malta | MLT | 77.587 | 84.701 | 22.034 | | Niederlande | NLD | 107.894 | 93.018 | 34.466 | | Polen | POL | 42.694 | 59.100 | 14.394 | | Portugal | PRT | 59.365 | 68.267 | 14.465 | | Rumänien | ROU | 22.715 | 35.685 | 8.187 | | Schweden | SWE | 84.741 | 73.627 | 28.574 | | Slowenien | SVN | 56.923 | 63.111 | 20.416 | | Slowakei | SVK | 31.470 | 37.147 | 12.990 | Quelle: Eurostat EU-SILC. Berechnungen von DataPulse Research. Äquivalenzeinkommen: um die Haushaltsgröße bereinigtes Haushaltseinkommen, damit Länder pro Kopf vergleichbar sind. Für Luxemburg meldet Eurostat 2025 einen Reihenbruch. Die Schwelle zum obersten 1 % reicht von **22.715 €** pro Jahr in Rumänien bis **205.420 €** in Luxemburg – eine Spanne von mehr als dem Neunfachen beim verfügbaren Äquivalenzeinkommen. Dazwischen liegen unter anderem Dänemark (135.389 €), Irland (123.200 €), Deutschland (111.693 €) und Frankreich (104.743 €), während die Slowakei mit 31.470 € am unteren Ende liegt. Bemerkenswert: **Rumäniens nationale Schwelle zum obersten 1 % liegt fast genau auf Höhe des medianen verfügbaren Einkommens der gesamten EU (22.038 €)** – wer dort gerade in das nationale oberste 1 % eintritt, steht europaweit statistisch in der Mitte. Luxemburgs Schwelle von 205.420 € pro Kopf wirkt auf den ersten Blick moderat, bis man sie auf Haushalte übersetzt: Ein Paar mit zwei Teenagerkindern und nur einem Einkommen braucht rund **514.000 €** nach Steuern, damit jedes Familienmitglied über dieser Linie liegt. Die ausgewiesenen Werte markieren dabei nur den Eintritt ins oberste 1 %; viele Menschen in dieser Gruppe verdienen ein Mehrfaches dieser Schwellen. Wie jede Erhebung erfasst auch EU-SILC die äußerste Spitze nur unvollständig – die tatsächlichen Spitzeneinkommen liegen deshalb noch deutlich darüber. Luxemburg 514.000 € Verfügbares Haushaltseinkommen nach Steuern, das ein Paar mit einem Einkommen und zwei Teenagerkindern benötigt, um zum nationalen obersten 1 % zu gehören Italien 207.000 € So viel Haushaltseinkommen nach Steuern benötigt dieselbe Familie, um in Italien zum obersten 1 % zu gehören Rumänien 57.000 € So viel Haushaltseinkommen nach Steuern benötigt dieselbe Familie, um in Rumänien zum obersten 1 % zu gehören Angenommener Haushalt: Zwei Erwachsene und zwei Kinder ab 14 Jahren, ein Einkommen. Das unterschiedliche Einkommensniveau zeigt sich auch, wenn man die Mitte der jeweiligen Verteilungen zum Vergleich heranzieht: In zehn EU-Ländern – von Luxemburg (50.046 €) bis Frankreich (26.459 €) – liegt bereits das mediane verfügbare Einkommen über Rumäniens Schwelle zum obersten 1 % (22.715 €). **Wer in Luxemburg genau in der Mitte liegt, verfügt über mehr Einkommen, als in acht weiteren EU-Ländern für den Eintritt ins oberste 1 % nötig ist** – darunter in Polen, Tschechien, Kroatien und Griechenland. Die folgende Darstellung zeigt diese beiden Gruppen: Länder, in denen bereits der Median über Rumäniens Schwelle zum obersten 1 % liegt, sowie Länder, in denen selbst der Eintritt ins oberste 1 % unter dem luxemburgischen Median bleibt. [Zehn nationale Medianeinkommen liegen über Rumäniens Schwelle zum obersten 1 %](https://datawrapper.dwcdn.net/5vT2h/?dark=true) **Zugrunde liegende Daten ansehen** | Land | Medianeinkommen (Euro) | Schwelle oberstes 1 % (Euro) | | --- | --- | --- | | Luxemburg | 50.046 | 205.420 | | Dänemark | 36.192 | 135.389 | | Irland | 35.138 | 123.200 | | Österreich | 36.546 | 113.574 | | Deutschland | 28.891 | 111.693 | | Niederlande | 34.466 | 107.894 | | Frankreich | 26.459 | 104.743 | | Finnland | 29.740 | 103.707 | | Zypern | 22.066 | 99.193 | | Belgien | 31.299 | 87.171 | | Schweden | 28.574 | 84.741 | | Italien | 22.062 | 82.830 | | Malta | 22.034 | 77.587 | | Spanien | 20.367 | 68.318 | | Litauen | 13.982 | 64.585 | | Lettland | 13.983 | 60.394 | | Portugal | 14.465 | 59.365 | | Slowenien | 20.416 | 56.923 | | Estland | 17.146 | 50.825 | | Griechenland | 11.700 | 49.279 | | Bulgarien | 8.862 | 48.808 | | Kroatien | 15.057 | 45.227 | | Tschechien | 15.199 | 44.986 | | Polen | 14.394 | 42.694 | | Ungarn | 8.792 | 36.021 | | Slowakei | 12.990 | 31.470 | | Rumänien | 8.187 | 22.715 | Quelle: Eurostat EU-SILC. Berechnungen von DataPulse Research. Gelbe Linie: Rumäniens Schwelle zum obersten 1 % (22.715 Euro), fast genau der EU-weite Median (22.038 Euro). Sortiert nach der Schwelle zum obersten 1 %. ## In diesen Ländern lebt das oberste 1 % der EU Bis hierher ging es um die Spitzeneinkommen innerhalb jedes Landes. Spannend wird es, wenn man alle 450 Millionen Menschen in der EU auf eine gemeinsame Leiter stellt und eine einzige Schwelle für das oberste 1 % zieht. Diese EU-weite Schwelle liegt bei **rund 92.200 €** verfügbarem Einkommen nach Steuern und Sozialabgaben pro Kopf – ein in der Studie rekonstruierter, nicht direkt veröffentlichter Wert. Das oberste 1 % der EU verteilt sich sehr ungleich: In Luxemburg zählen **13,2 %** der Bevölkerung zur EU-weiten Spitzengruppe – etwa jede achte Person. Dänemark und Irland folgen mit rund 3 % beziehungsweise 2,5 %, ebenfalls deutlich über dem EU-Durchschnitt von 1 %, während in Ländern wie Ungarn oder Rumänien jeweils weniger als 0,1 % der Bevölkerung über dieser EU-Schwelle liegen. In absoluten Zahlen verschiebt sich das Bild: Deutschland und Frankreich haben mit ihren vergleichsweise moderaten Anteilen (1,9 % und 1,6 %) gemeinsam rund **59 %** des EU-weiten obersten 1 % nach Einkommen – etwa 35 % in Deutschland und 24 % in Frankreich. Die folgende Tabelle zeigt zum einen, welcher Anteil der Bevölkerung in jedem EU-Land über der EU-weiten Schwelle zum obersten 1 % liegt, und zum anderen, wie viele Menschen aus jedem Land insgesamt zum obersten 1 % der EU gehören. | Land | Anteil der eigenen Bevölkerungder zum obersten 1 % der gesamten EU nach Einkommen zählt | Anzahl der Menschendie zum obersten 1 % der gesamten EU gehören | | --- | --- | --- | | 🇱🇺Luxemburg | 13,19 % | 90.000 | | 🇩🇰Dänemark | 2,95 % | 176.800 | | 🇮🇪Irland | 2,48 % | 134.900 | | 🇦🇹Österreich | 2,03 % | 186.700 | | 🇳🇱Niederlande | 1,92 % | 346.400 | | 🇩🇪Deutschland | 1,87 % | 1.562.900 | | 🇫🇷Frankreich | 1,60 % | 1.102.100 | | 🇫🇮Finnland | 1,52 % | 85.700 | | 🇨🇾Zypern | 1,24 % | 12.200 | | 🇧🇪Belgien | 0,79 % | 93.900 | | 🇸🇪Schweden | 0,70 % | 74.100 | | 🇮🇹Italien | 0,68 % | 400.800 | | 🇲🇹Malta | 0,53 % | 3.000 | | 🇱🇹Litauen | 0,34 % | 9.800 | | 🇪🇸Spanien | 0,27 % | 132.600 | | 🇱🇻Lettland | 0,25 % | 4.700 | | 🇵🇹Portugal | 0,23 % | 24.700 | | 🇧🇬Bulgarien | 0,20 % | 12.900 | | 🇬🇷Griechenland | 0,19 % | 19.700 | | 🇸🇮Slowenien | 0,11 % | 2.300 | | 🇭🇺Ungarn | 0,07 % | 6.700 | | 🇨🇿Tschechien | 0,05 % | 5.500 | | 🇭🇷Kroatien | 0,04 % | 1.500 | | 🇵🇱Polen | 0,04 % | 14.600 | | 🇪🇪Estland | unter 0,01 % | weniger als 1.000 | | 🇷🇴Rumänien | unter 0,01 % | weniger als 1.000 | | 🇸🇰Slowakei | unter 0,01 % | weniger als 1.000 | Hinweis: Die Kopfzahlen sind aus den Anteilen und der Bevölkerung 2025 gerechnet und auf volle Hundert gerundet; zusammen ergeben sie rund 4,5 Millionen Menschen, also 1 % der EU. Die kleinsten Werte am unteren Ende sind modellierte Schätzwerte unterhalb der Auflösung dieser Methode: Estland, Rumänien und die Slowakei sind als Gruppe zu lesen, nicht als die letzten drei einer Rangfolge. Wie das gerechnet ist, steht in der Methodik. ## So weit ist das oberste 1 % in jedem Land von der Mitte entfernt Teilt man die nationale Schwelle zum obersten 1 % durch das mediane verfügbare Einkommen, zeigt sich, wie weit die Spitze über der Mitte liegt. **In Bulgarien braucht es etwa das 5,5-Fache des Medianeinkommens, um zum obersten 1 % zu gehören** – die Leiter ist dort besonders steil. Am anderen Ende steht die Slowakei, wo das oberste 1 % bereits beim rund 2,4-Fachen des Medians beginnt; Rumänien folgt mit dem 2,8-Fachen. In manchen Ländern klafft zwischen Mitte und Spitze also ein deutlich größerer Abstand als in anderen. Unter den großen westlichen Volkswirtschaften liegen Frankreich und Deutschland mit Faktoren um die 4 am oberen Ende dieser Skala, während Österreich mit etwa 3,1 einen deutlich geringeren Abstand zwischen Median und der Schwelle zum obersten 1 % aufweist. Die folgende Grafik macht diese Unterschiede sichtbar, indem sie für jedes Land zeigt, wie viele Medianeinkommen man braucht, um zum obersten 1 % zu gehören. [Der Abstand zur Spitze in Europa](https://datawrapper.dwcdn.net/RQO1g/?dark=true) **Zugrunde liegende Daten ansehen** | Land | Schwelle oberstes 1 % als Vielfaches des Medians | | --- | --- | | Bulgarien | 5,51 | | Litauen | 4,62 | | Zypern | 4,5 | | Lettland | 4,32 | | Griechenland | 4,21 | | Luxemburg | 4,1 | | Portugal | 4,1 | | Ungarn | 4,1 | | Frankreich | 3,96 | | Deutschland | 3,87 | | Italien | 3,75 | | Dänemark | 3,74 | | Malta | 3,52 | | Irland | 3,51 | | Finnland | 3,49 | | Spanien | 3,35 | | Niederlande | 3,13 | | Österreich | 3,11 | | Kroatien | 3,0 | | Polen | 2,97 | | Schweden | 2,97 | | Estland | 2,96 | | Tschechien | 2,96 | | Slowenien | 2,79 | | Belgien | 2,79 | | Rumänien | 2,77 | | Slowakei | 2,42 | Quelle: Eurostat EU-SILC. Berechnungen von DataPulse Research. Einkommensjahr 2024. Als Verhältnis zweier Werte desselben Landes unabhängig von Wechselkursen und Preisniveau. ![Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Straßburg während einer Sitzung: Abgeordnete an den halbrunden Sitzreihen, davor das Rednerpult, im Hintergrund die Flaggen der Mitgliedstaaten und die Europaflagge](https://www.datapulse.de/wp-content/uploads/2026/08/ep-plenum-strassburg-panorama.webp) *Europäisches Parlament in Straßburg. Bild: European Commission Audiovisual Service, zur freien Weiterverwendung bereitgestellt.* Die Form der Einkommensverteilung in einem Land ist keine naturgegebene Größe. Geschichte, Wirtschaftsstruktur und Produktivität spielen ebenso eine Rolle wie Mindestlöhne, Steuern, Transfers und die Regeln der Tarifbindung. Auch die Politik prägt die Verteilung: Über diese Stellschrauben entscheidet in jedem Land eine relativ kleine, wenn auch demokratisch gewählte Gruppe. Damit stellt sich die nächste Frage: **Wie verhält sich die Vergütung derjenigen, die diese Regeln setzen, zu dem, was ihre Bevölkerung verdient?** ## So weit sind Politikergehälter von der Mitte entfernt Im Folgenden geht es nicht mehr um verfügbares Äquivalenzeinkommen, sondern um **Bruttogehälter**. Das veröffentlichte Bruttogehalt von Regierungschefs und Abgeordneten wird ins Verhältnis zum nationalen Brutto-Medianverdienst gesetzt (Eurostat-Verdienststrukturerhebung, hochgerechnet auf 2025). Für Deutschland heißt das: Bis hierher basierten die Vergleiche auf dem medianen verfügbaren Einkommen von 28.891 € pro Kopf nach Steuern; jetzt ist der Maßstab der mediane Bruttojahresverdienst von rund **53.100 €** und – für Zeitvergleiche – der mediane Bruttomonatsverdienst von **3.942 €**. Diese Medianverdienstzahl stammt aus der europaweit einheitlichen Verdienststrukturerhebung. Diese klammert Kleinstbetriebe und die öffentliche Verwaltung aus und liegt daher leicht über der tatsächlichen Einkommensmitte. ### EU-Regierungschefs verdienen 2- bis 9-mal so viel wie die Mitte der Gesellschaft Wer ein Land regiert, verdient deutlich mehr als typische Beschäftigte – aber wie groß der Abstand genau ist, unterscheidet sich von Staat zu Staat erheblich. In diesem Abschnitt geht es um das Bruttogehalt derjenigen, die die nationale Exekutive führen, also Premierminister, Kanzler oder Regierungschefs. Gezählt wird nur das Gehalt, das der Amtsinhaber tatsächlich bezieht; steuerfreie Pauschalen und Aufwandserstattungen bleiben außen vor. **In Ungarn liegt das Gehalt an der Regierungsspitze beim 9,1-Fachen des nationalen Medianverdienstes.** Tschechien folgt mit dem 6,6-Fachen. Der deutsche Bundeskanzler kommt mit **333.704 €** im Jahr auf das 6,3-Fache des deutschen Medianverdienstes. Am anderen Ende liegen Slowenien (2,6-fach), Griechenland (2,5-fach) und Malta (2,3-fach). In Griechenland und Italien wird an der Regierungsspitze dabei formal kein eigenes Amtsgehalt gezahlt, sondern allein die Abgeordnetenentschädigung. Die folgende Grafik zeigt für jedes EU-Land, wie viele Medianverdienste Regierungschefs im Jahr verdienen – vom etwa 2,3-Fachen in Malta bis zum 9,1-Fachen in Ungarn. [Ungarns Regierungschef verdient das 9,1-Fache des Medianlohns, in Malta und Luxemburg verdienen die Abgeordneten weniger](https://datawrapper.dwcdn.net/KjgNs/?dark=true) **Zugrunde liegende Daten ansehen** | Land | Abgeordnete (Vielfaches des Medianverdienstes) | Regierungschefs (Vielfaches des Medianverdienstes) | | --- | --- | --- | | Ungarn | 2,33 | 9,12 | | Tschechien | 2,47 | 6,62 | | Deutschland | 2,67 | 6,29 | | Österreich | 2,67 | 6,16 | | Zypern | 2,31 | 5,49 | | Lettland | 2,63 | 5,25 | | Frankreich | 2,48 | 5,21 | | Bulgarien | 3,3 | 5,12 | | Schweden | 1,92 | 4,98 | | Irland | 2,31 | 4,95 | | Luxemburg | 0,96 | 4,63 | | Finnland | 1,86 | 4,57 | | Estland | 3,2 | 4,45 | | Portugal | 2,91 | 4,37 | | Belgien | 2,05 | 4,34 | | Kroatien | 2,9 | 4,33 | | Litauen | 2,96 | 4,08 | | Dänemark | 1,53 | 3,64 | | Italien | 3,61 | 3,61 | | Polen | 1,91 | 3,48 | | Niederlande | 2,37 | 3,45 | | Rumänien | 2,31 | 3,27 | | Slowakei | 2,44 | 3,16 | | Spanien | 1,53 | 3,11 | | Slowenien | 1,78 | 2,56 | | Griechenland | 2,49 | 2,49 | | Malta | 0,9 | 2,26 | Quelle: Nationale Besoldungstabellen und Parlamente (2024 bis 2026), Eurostat. Berechnungen von DataPulse Research. Bezüge ohne steuerfreie Kostenpauschalen. Wo Regierungschefs zusätzlich Abgeordnetenbezüge erhalten, sind diese mitgezählt; in Griechenland und Italien besteht die Vergütung nur daraus. Malta: Teilzeitmandat. Details in der Methodik. ### Abgeordnete verdienen bis zu 3,6-mal so viel wie die Mitte der Gesellschaft In vielen Ländern liegen die Einkommen von Abgeordneten deutlich über dem, was ihre Wählerschaft im Median verdient – wie groß dieser Abstand ist, variiert stark. In Italien liegt die Abgeordnetenvergütung im Verhältnis zur eigenen Wählerschaft am höchsten: Sie entspricht etwa dem **3,6-Fachen** des Medianverdienstes. In Deutschland kommen die Mitglieder des Bundestags auf etwa das 2,7-Fache des deutschen Medianverdienstes, ähnlich wie die Mitglieder des österreichischen Nationalrats. Am anderen Ende der Skala steht Malta: Dort verdienen Abgeordnete nur rund das **0,9-Fache** des Medianverdienstes. Das liegt vor allem daran, dass es sich um ein Teilzeitmandat handelt – das Parlament tagt nur an drei Abenden pro Woche, viele Mitglieder behalten ihren Hauptberuf. Ähnliche halbprofessionelle Strukturen gibt es auch in Zypern, Luxemburg und Kroatien. ## Der Bundeskanzler verdient 6-mal so viel wie die Mitte der Gesellschaft Wer in Deutschland arbeitet, kann vom gesetzlichen Mindestlohn bis zu zweistelligen Millionengehältern verdienen. Anhand überwiegend klar tarifierter Berufe im öffentlichen Dienst lässt sich zeigen, wie sich Einkommen Schritt für Schritt nach oben verändern. [Polizeibeamter, Pflegefachkraft und Erziehungsfachkraft verdienen knapp unter dem deutschen Medianverdienst, der Bundeskanzler das 6,3-Fache](https://datawrapper.dwcdn.net/2XTRO/?dark=true) **Zugrunde liegende Daten ansehen** | Tätigkeit | Bruttojahresverdienst (Euro) | Vielfaches des Medianverdienstes | | --- | --- | --- | | Gesetzlicher Mindestlohn | 28.116 | 0,53 | | Polizeibeamter | 50.438 | 0,95 | | Pflegefachkraft | 50.934 | 0,96 | | Erziehungsfachkraft | 52.568 | 0,99 | | Deutscher Medianverdienst | 53.098 | 1,00 | | Lehrkraft | 67.354 | 1,27 | | Regierungsdirektor | 83.150 | 1,57 | | Bundestagsmandat | 142.002 | 2,67 | | Ministerialdirektor | 168.927 | 3,18 | | Bundeskanzler | 333.704 | 6,28 | Quelle: Besoldungs- und Tariftabellen (Bund, NRW, TVöD), Bundestag, Eurostat. Berechnungen von DataPulse Research. Individuelle Bruttojahresbezüge, kein Haushaltseinkommen. Bundeskanzler: Amtsgehalt plus halbe Abgeordnetenentschädigung. Der SAP-Vorstandsvorsitzende (305-Fache) folgt im nächsten Kapitel. Gelbe Linie: Medianverdienst (1,0x). Ganz unten steht der Mindestlohn 2026: In Vollzeit ergibt er **28.116 €** im Jahr, rund 53 % des deutschen Medianverdienstes 2025. Umgerechnet in ein Nettoeinkommen für einen Einpersonenhaushalt liegt diese Lohnuntergrenze im **46. Perzentil** der europäischen Einkommensverteilung – also knapp unter der Mitte. **In Rumänien markiert ein sehr ähnliches Niveau bereits fast den Eintritt in das nationale oberste 1 %**; die Schwelle liegt dort beim 52. Perzentil derselben europäischen Verteilung. Knapp unter dem Medianverdienst liegen einige der sichtbarsten Berufe des öffentlichen Dienstes – etwa ein Polizeioberkommissar in der Mitte der Laufbahn, eine examinierte Pflegefachkraft oder eine Erziehungsfachkraft. Ihre Jahreseinkommen liegen alle nur geringfügig unter dem „typischen“ deutschen Verdienst von gut 53.100 €. Über dem Median steigen die Einkommen rasch an – vom gut bezahlten öffentlichen Dienst über ein Mandat im Bundestag bis zur Staatsspitze. ## CEOs in EU-Märkten verdienen das 100- bis 700-Fache des Medianverdienstes An der eigentlichen Spitze steht überall die Privatwirtschaft. In 13 EU-Märkten mit transparenten CEO-Vergütungen verdienen die bestbezahlten Vorstandsvorsitzenden des jeweiligen Leitindex zwischen dem 101- und dem 690-Fachen des nationalen Medianverdienstes. An der Spitze steht **Lucian Grainge von Universal Music Group in den Niederlanden mit rund 41,1 Millionen € im Jahr**. Der deutsche SAP-Chef Christian Klein erhält für das Geschäftsjahr 2025 rund **16,2 Millionen Euro** – ein Vielfaches des Kanzlergehalts und das 305-Fache des deutschen Medianverdienstes. [Der bestbezahlte Vorstandsvorsitzende verdient in einem Jahr so viel wie bis zu 690 Jahre Arbeit zum Medianverdienst](https://datawrapper.dwcdn.net/0o9Pt/?dark=true) **Zugrunde liegende Daten ansehen** | Land | Unternehmen | Jahre zum Medianverdienst | | --- | --- | --- | | Niederlande | Universal Music Group | 690 | | Frankreich | EssilorLuxottica | 626 | | Spanien | Iberdrola | 458 | | Italien | UniCredit | 380 | | Deutschland | SAP | 305 | | Portugal | Jeronimo Martins | 248 | | Polen | Pepco Group | 244 | | Belgien | AB InBev | 222 | | Österreich | BAWAG Group | 201 | | Schweden | Ericsson | 141 | | Irland | Kerry Group | 117 | | Dänemark | Genmab | 109 | | Finnland | Sampo | 101 | Quelle: Vergütungsberichte der Unternehmen (Geschäftsjahr 2024/25), Eurostat. Berechnungen von DataPulse Research. Gewährte Gesamtvergütung laut Vergütungsbericht, gemessen am medianen Bruttoverdienst von Vollzeitbeschäftigten 2025. Ohne Abfindungen und Erträge aus früheren Zusagen. Einzelfälle in der Methodik. Berücksichtigt sind hier nur reguläre Vergütungsteile eines Geschäftsjahres: Grundgehalt, Jahresbonus, die für dieses Jahr gewährten langfristigen Komponenten sowie Pensions- und Nebenleistungen. Außen vor bleiben Abfindungen, einmalige Sonderprämien, Erlöse aus früher zugesagten Paketen und Vergütungen für Teiljahre, damit die Werte vergleichbar bleiben. Betrachtet man statt der Jahresgehälter die Arbeitszeit, wirkt der Abstand noch größer: Grainge erreicht den medianen niederländischen Bruttomonatsverdienst mit etwa **11 Minuten** Arbeit, Christian Klein den deutschen Median in rund **25 Minuten**. Wer in Deutschland in Vollzeit den Mindestlohn erhält, bräuchte umgekehrt rund **576 Jahre**, um auf den Verdienst des SAP-Chefs zu kommen. Niederlande ~11 Min. Zeit, in der der höchstbezahlte AEX-CEO, Lucian Grainge (Universal Music Group), den medianen niederländischen Bruttomonatsverdienst (4.365 €) verdient Deutschland ~25 Min. Zeit, in der der höchstbezahlte DAX-CEO, Christian Klein (SAP), den medianen deutschen Bruttomonatsverdienst (3.942 €) verdient Finnland ~78 Min. Zeit, in der der höchstbezahlte OMXH25-CEO, Torbjörn Magnusson (Sampo), den medianen finnischen Monatsverdienst (3.744 €) verdient: der kleinste Abstand der 13 gemessenen Märkte ## Wo stehen Sie mit Ihrem Gehalt im EU-Vergleich? Die Analyse zeigt, wie stark Einkommen in der EU sowohl zwischen den Ländern als auch innerhalb der einzelnen Staaten auseinandergehen – von Mindestlöhnen und typischen Verdiensten bis hin zu Kanzlergehältern und Vorstandspaketen. Mit unserem Online-Rechner können Sie jetzt prüfen, wo Sie mit Ihrem Gehalt im EU-Vergleich stehen. Geben Sie dafür einfach Ihren Bruttoverdienst als Jahres- oder Monatsbetrag ein und der Rechner zeigt Ihre Position in der Verteilung Ihres Landes (brutto) und im Vergleich zu rund 450 Millionen Menschen in der EU. Für den EU-Vergleich wird Ihr Einkommen nach Steuern und Arbeitnehmerbeiträgen in ein Nettoeinkommen für einen Einpersonenhaushalt umgerechnet. Das Perzentil, das Ihnen angezeigt wird, gilt für den Fall, dass Sie alleine von Ihrem Einkommen leben. Hinweis: Zum Start sind Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Polen als einzelne Länder berücksichtigt, weitere Länder folgen. ## Der Online-Rechner zur EU-Gehaltsleiter ### Wo stehen Sie unter 450 Millionen Menschen in der EU? [Gehaltsrechner: Wo steht Ihr Verdienst?](https://www.datapulseresearch.com/p/gehaltsrechner-v4/?c=DE&p=jahr) Rechenbeispiel Wenn Sie dasselbe Gehalt von beispielsweise **50.000 € brutto im Jahr** durch den Rechner laufen lassen, stellen Sie fest: Es landet, je nach Land, auf verschiedenen Stufen der Einkommensverteilung: | Land | Auf der nationalen Verdienstleiter | Nach Einkommensteuer und Arbeitnehmerbeiträgen zur Sozialversicherung | Auf der EU-Leiter mit 450 Millionen Menschen | | --- | --- | --- | --- | | **Deutschland** | Verdient mehr als rund 46 % der Beschäftigten | ~32.000 € | etwa oberstes Viertel bis oberstes Drittel | | **Frankreich** | Verdient mehr als rund 69 % der Beschäftigten | ~35.600 € | etwa oberstes Fünftel | | **Spanien** | Verdient mehr als rund 77 % der Beschäftigten | ~36.400 € | etwa oberstes Fünftel | | **Italien** | Verdient mehr als rund 73 % der Beschäftigten | ~32.000 € | etwa oberstes Viertel bis oberstes Drittel | | **Polen** | Verdient mehr als 90 % der Beschäftigten (das oberste Dezil beginnt bei 39.356 €) | ~32.000 € | etwa oberstes Viertel bis oberstes Drittel | Dieselbe Lohnabrechnung landet national an sehr unterschiedlichen Stellen, europäisch aber fast am selben Punkt. In Deutschland liegen 50.000 € brutto im Jahr knapp unter dem nationalen Medianverdienst, in Spanien liegt derselbe Betrag über dem Einkommen von rund drei Vierteln der Beschäftigten. Nach Einkommensteuer und Arbeitnehmerbeiträgen bleiben in Deutschland, Italien und Polen jeweils rund 32.000 € netto, Frankreich und Spanien liegen mit 3.000 bis 4.500 € mehr deutlich darüber. Nationale und europäische Position beantworten zwei verschiedene Fragen, der Rechner liefert Ihnen beide. ## Alle EU-Länder im Vergleich Die Tabelle zeigt für jedes EU-Land eine Zeile: das Vielfache des Medianverdienstes für Regierungschefs, das Einkommen, ab dem man im Land zum obersten 1 % gehört, und die Position eines typischen Haushalts in der EU-weiten Verteilung. Sie können nach Ländern suchen oder nach unten scrollen. 27 von 27 Ländern | Land | Regierungschefs verdienendieses Vielfache des nationalen Medianverdienstes, brutto | Das oberste 1 % beginnt beiHaushaltseinkommen nach Steuern, pro Kopf | Ein typischer Haushalt dort istgemessen am medianen Einkommen pro Kopf nach Steuern, im Vergleich mit allen Menschen in der EU | | --- | --- | --- | --- | | 🇭🇺Ungarn | 9,1x | 36.021 € | besser gestellt als **10 %** der Menschen in der EU | | 🇨🇿Tschechien | 6,6x | 44.986 € | besser gestellt als **29 %** der Menschen in der EU | | 🇩🇪Deutschland | 6,3x | 111.693 € | besser gestellt als **67 %** der Menschen in der EU | | 🇦🇹Österreich | 6,2x | 113.574 € | besser gestellt als **80 %** der Menschen in der EU | | 🇨🇾Zypern | 5,5x | 99.193 € | besser gestellt als **50 %** der Menschen in der EU | | 🇱🇻Lettland | 5,3x | 60.394 € | besser gestellt als **26 %** der Menschen in der EU | | 🇫🇷Frankreich | 5,2x | 104.743 € | besser gestellt als **61 %** der Menschen in der EU | | 🇧🇬Bulgarien | 5,1x | 48.808 € | besser gestellt als **11 %** der Menschen in der EU | | 🇸🇪Schweden | 5,0x | 84.741 € | besser gestellt als **66 %** der Menschen in der EU | | 🇮🇪Irland | 5,0x | 123.200 € | besser gestellt als **78 %** der Menschen in der EU | | 🇱🇺Luxemburg | 4,6x | 205.420 € | besser gestellt als **92 %** der Menschen in der EU | | 🇫🇮Finnland | 4,6x | 103.707 € | besser gestellt als **69 %** der Menschen in der EU | | 🇪🇪Estland | 4,4x | 50.825 € | besser gestellt als **36 %** der Menschen in der EU | | 🇵🇹Portugal | 4,4x | 59.365 € | besser gestellt als **27 %** der Menschen in der EU | | 🇧🇪Belgien | 4,3x | 87.171 € | besser gestellt als **72 %** der Menschen in der EU | | 🇭🇷Kroatien | 4,3x | 45.227 € | besser gestellt als **29 %** der Menschen in der EU | | 🇱🇹Litauen | 4,1x | 64.585 € | besser gestellt als **26 %** der Menschen in der EU | | 🇩🇰Dänemark | 3,6x | 135.389 € | besser gestellt als **80 %** der Menschen in der EU | | 🇮🇹Italien | 3,6x | 82.830 € | besser gestellt als **50 %** der Menschen in der EU | | 🇵🇱Polen | 3,5x | 42.694 € | besser gestellt als **27 %** der Menschen in der EU | | 🇳🇱Niederlande | 3,5x | 107.894 € | besser gestellt als **77 %** der Menschen in der EU | | 🇷🇴Rumänien | 3,3x | 22.715 € | besser gestellt als **9 %** der Menschen in der EU | | 🇸🇰Slowakei | 3,2x | 31.470 € | besser gestellt als **22 %** der Menschen in der EU | | 🇪🇸Spanien | 3,1x | 68.318 € | besser gestellt als **45 %** der Menschen in der EU | | 🇸🇮Slowenien | 2,6x | 56.923 € | besser gestellt als **45 %** der Menschen in der EU | | 🇬🇷Griechenland | 2,5x | 49.279 € | besser gestellt als **18 %** der Menschen in der EU | | 🇲🇹Malta | 2,3x | 77.587 € | besser gestellt als **50 %** der Menschen in der EU | Die Spalte „Regierungschefs verdienen“ misst ein Bruttogehalt am nationalen Medianverdienst, die beiden letzten Spalten dagegen das verfügbare Haushaltseinkommen nach Steuern und Sozialtransfers. Das sind zwei verschiedene Fragen, und sie sollten nicht gegeneinander gelesen werden: Für Deutschland steht hier ein typischer Haushalt bei 67 %, während das Deutschland-Kapitel den medianen Bruttoverdienst im 76. Perzentil der europäischen Leiter verortet. Die Definitionen stehen in der Methodik. **Methodik** Diese Studie umfasst die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Alle Berechnungen beruhen auf öffentlichen, kostenfreien Datenquellen; die verwendeten Datensätze stehen am Ende dieses Abschnitts. #### Drei Einkommenskonzepte **(A) Verfügbares Äquivalenzeinkommen der Haushalte.** Das gesamte Haushaltseinkommen nach Steuern und Sozialabgaben, geteilt durch die Haushaltsgröße nach der modifizierten OECD-Skala und jedem Haushaltsmitglied zugerechnet. Es misst den Lebensstandard pro Kopf, kein Gehalt. Quelle ist Eurostat EU-SILC, Einkommensjahr 2024, in nominalen Euro. Darauf beruhen die Schwellen zum obersten 1 %, die Abstände zwischen Spitze und Mitte und die EU-weite Verteilung (Kapitel 1 bis 3 sowie die EU-Einordnung im Rechner). **(B) Nationaler Medianverdienst.** Der mediane Bruttojahresverdienst von Vollzeitbeschäftigten in Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten aus der Eurostat-Verdienststrukturerhebung 2022, über den Arbeitskostenindex auf 2025 fortgeschrieben. Kleinstbetriebe, Landwirtschaft und öffentliche Verwaltung (NACE O) sind nicht enthalten; das hebt die Medianwerte leicht an und macht die Vielfachen der oberen Stufen eher konservativ. Für die Vergleiche mit dem „medianen Monat“ dient die Monatsreihe derselben Erhebung, die 13. Gehälter und Boni ausschließt. (B) ist der Maßstab hinter jedem Vielfachen in den Kapiteln zu Politikvergütung, deutscher Leiter und CEOs. **(C) Veröffentlichte Bruttobezüge einzelner Personen.** Für Abgeordnete und Regierungschefs zählen die Bezüge, wie sie tatsächlich bezogen werden: ohne steuerfreie Kostenpauschalen, aber einschließlich einer Abgeordnetenentschädigung, die neben dem Amt weiterläuft (etwa in Ungarn, Deutschland, Finnland und Irland). Für CEOs zählt die für ein volles Geschäftsjahr gewährte Vergütung aus dem Vergütungsbericht des Unternehmens: Grundvergütung, Bonus, langfristige Komponenten, Versorgung und Nebenleistungen, ohne Abfindungen, Erträge aus früheren Zusagen und Teiljahre. Der Kandidat jedes Marktes stammt aus der etablierten nationalen CEO-Rangliste (etwa DSW/Handelsblatt für den DAX, Proxinvest für den CAC 40) und ist gegen den Vergütungsbericht abgeglichen. Drei Sonderfälle: In Belgien ist die Aktienvergütung von AB InBev zum Kurs am Zusagetag bewertet, eine mehrjährige Halteprämie bleibt außen vor; in Dänemark gilt der Zielwert der aktienbasierten Vergütung von Genmab, nicht der Maximalwert; in Polen ist der geschäftsführende Verwaltungsratsvorsitzende der Pepco Group die bestbezahlte Führungsperson. Da nationale Berichte laufende Boni teils zur Zusage, teils zur Auszahlung bewerten, zielen die Werte auf konsistente Größenordnungen, nicht auf punktgenaue Beträge. (B) und (C) sind Bruttoverdienste einzelner Personen und direkt vergleichbar. (A) ist ein Haushaltseinkommen pro Kopf nach Steuern und folgt einer anderen Skala. Der Rechner verbindet beide: Er wandelt einen Bruttolohn in ein Nettoeinkommen für einen Einpersonenhaushalt um und ordnet es in der Haushaltsverteilung (A) ein. Deshalb steht Deutschland in der Ländertabelle bei 67 % (ein typischer Haushalt nach verfügbarem Einkommen), während das Deutschland-Kapitel den medianen Bruttoverdienst im 76. Perzentil verortet (ein Einpersonenhaushalt mit diesem Verdienst nach Steuern). #### Die EU-weite Verteilung Eurostat veröffentlicht je Land 19 Punkte der Einkommensverteilung (Perzentile 1 bis 5, alle Dezilgrenzen, Perzentile 95 bis 99). Dazwischen interpolieren wir linear; den Bereich oberhalb des 99. Perzentils modellieren wir mit einem Pareto-Rand, der je Land an die Punkte P95 bis P99 angepasst wird, dem Standardverfahren für sehr hohe Einkommen. Die EU-weite Verteilung ist die bevölkerungsgewichtete Mischung der 27 nationalen Verteilungen (Bevölkerung am 1. Januar 2025, rund 450,6 Millionen Menschen), nach dem Verfahren von [Darvas (Bruegel, 2019)](https://www.bruegel.org/blog-post/eu-enlargement-15th-anniversary-upward-steps-income-ladder) und Filauro (Europäische Kommission/JRC, 2018). Aus denselben Verteilungen ergibt sich, welcher Anteil jedes Landes über der EU-weiten Schwelle zum obersten 1 % liegt; die gewichteten Anteile summieren sich definitionsgemäß auf 1,0 %. #### Deutsche Gehälter Das Deutschland-Kapitel stellt Besoldungs- und Tariftabellen (Bund, Nordrhein-Westfalen, TVöD) sowie die [Bundestagsdiäten](https://www.bundestag.de/abgeordnete/mdb_diaeten) auf eine gemeinsame Bruttojahresbasis. Mindestlohn und Medianverdienst werden zusätzlich, wie im Rechner, in ein Nettoeinkommen für einen Einpersonenhaushalt umgerechnet (20.701 Euro bzw. 33.900 Euro) und in die EU-Verteilung eingeordnet: 46. und 76. Perzentil. Der Befund für die drei Berufe knapp unter dem Median hängt nicht vom Maßstab ab: Auch gemessen am höheren Destatis-Median 2025 (54.066 Euro) kommen Polizeibeamte, Pflegefachkräfte und Erziehungsfachkräfte auf 93 %, 94 % und 97 %. Eine Asymmetrie bleibt: Polizei, Regierungsdirektor, Ministerialdirektor und Bundeskanzler gehören zur öffentlichen Verwaltung, die der Medianverdienst ausklammert. Sie werden an einem Maßstab der Privatwirtschaft gemessen, dem einzigen, der für alle 27 Länder vergleichbar vorliegt. #### Mindestlöhne und Zeitvergleiche Die Monatsmindestlöhne sind die harmonisierten Eurostat-Werte für das erste Halbjahr 2026; 13. und 14. Zahlungen sind auf zwölf Monatssätze umgerechnet. Österreich, Dänemark, Finnland, Italien und Schweden haben keinen gesetzlichen Mindestlohn. Alle „Minuten bis zum Verdienst“ unterstellen ein Arbeitsjahr von 1.720 Stunden. Wo ein Mindestlohn von 2026 oder ein CEO-Paket aus dem Geschäftsjahr 2024/25 auf einen Medianverdienst von 2025 trifft, entstehen kleine Unterschiede im Datenstand; sie sind dort angegeben, wo sie ins Gewicht fallen. #### Einschränkungen **Nominale Euro, keine Kaufkraft.** Kein Wert ist in Kaufkraftstandards umgerechnet. Das begünstigt Länder mit hohem Preisniveau: Ein Euro kauft in Bukarest mehr als in Luxemburg. **Haushaltseinkommen ist kein Gehalt.** Ein einzelner Bruttolohn lässt sich nicht direkt an den SILC-Schwellen ablesen; diese Umrechnung übernimmt der Rechner. **Luxemburgs Reihenbruch.** Eurostat kennzeichnet alle luxemburgischen Werte für 2025 als Reihenbruch, weil STATEC erstmals administrative Einkommensdaten einbezieht. Diese erfassen hohe Einkommen systematischer: Das 99. Perzentil steigt gegenüber der Vorveröffentlichung um 13 %, der Median sinkt leicht. Der Abstand zwischen Luxemburg und Rumänien beträgt in der Veröffentlichung 2025 das 9,0-Fache, in der von 2024 das 7,9-Fache. Wir berichten die aktuellen Werte; das 7,9-Fache ist der vorsichtigere Schätzwert. Jeder Vergleich mit Luxemburg steht unter diesem Vorbehalt. **Die Spitze ist modelliert.** Wie jede Haushaltsbefragung erfasst EU-SILC die äußerste Spitze unvollständig; Werte oberhalb des 99. Perzentils sind Schätzungen aus dem angepassten Pareto-Rand. Steuerdaten der [World Inequality Database](https://wid.world/) deuten auf deutlich höhere Spitzeneinkommen hin. Für Länder, deren nationale Schwelle unter der EU-weiten liegt, sind auch die Kopfzahlen des EU-weiten obersten 1 % modellbasiert und verlaufen nicht streng parallel zur nationalen Schwelle. Estland, Rumänien und die Slowakei liegen unterhalb der Auflösung der Methode und werden als „weniger als 1.000“ ausgewiesen: als Gruppe, nicht als Rangfolge. **Rechenbeispiel 50.000 Euro.** Die Nettobeträge sind gerundet. Unterschiede von einigen Hundert Euro (Deutschland, Italien, Polen) liegen unterhalb der Unsicherheit der Methode; der Abstand von 3.000 bis 4.500 Euro zu Frankreich und Spanien ist real. **Obere Stufen.** CEO-Vergütungen liegen für 13 Märkte mit etablierten Ranglisten vor. In Griechenland und Italien besteht die Vergütung an der Regierungsspitze allein aus der Abgeordnetenentschädigung, beide Stufen sind dort identisch. Maltas Mandat ist formal ein Teilzeitmandat. #### Datensätze Eurostat EU-SILC [ilc_di01](https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/ilc_di01/default/table) und [ilc_di03](https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/ilc_di03/default/table) (Einkommensjahr 2024); Bevölkerung [demo_pjan](https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/demo_pjan/default/table) (2025); Verdienststrukturerhebung 2022 [earn_ses22_adeci](https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/earn_ses22_adeci/default/table) (Jahresverdienste) und [earn_ses22_mdeci](https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/earn_ses22_mdeci/default/table) (Monatsverdienste), fortgeschrieben über den Arbeitskostenindex [lc_lci_r2_a](https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/lc_lci_r2_a/default/table) ([lc_lci_r2_q](https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/lc_lci_r2_q/default/table) für die belgische Schätzung 2025); Mindestlöhne [earn_mw_cur](https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/earn_mw_cur/default/table) (2026); amtliche Besoldungs- und Abgeordnetentabellen 2024 bis 2026 (Besoldung Nordrhein-Westfalens, B-Besoldung des Bundes, Amtsgehalt des Bundeskanzlers, TVöD-P und TVöD-SuE, [Bundestag](https://www.bundestag.de/abgeordnete/mdb_diaeten), [Oireachtas](https://www.oireachtas.ie/en/members/salaries-and-allowances/salaries/)); Vergütungsberichte der Unternehmen und nationale CEO-Ranglisten für die Geschäftsjahre 2024/2025. ![Maria Fernandez](https://www.datapulse.de/wp-content/uploads/2026/01/Maria-Fernandez-Campos-DataPulse.jpg) ## Maria Fernandez Als Senior Datenjournalistin bei DataPulse Research recherchiere, analysiere und visualisiere ich Daten, um faktenbasierte Geschichten zu erzählen, die in den Medien Wirkung haben. Mein Schwerpunkt liegt darauf, komplexe Datensätze in klare, zugängliche Erzählungen zu übersetzen, die aktuelle soziale und wirtschaftliche Entwicklungen ausleuchten. Mit mehr als fünf Jahren Erfahrung in Datenanalyse und datengetriebenem Storytelling arbeite ich kritische Trends und Muster heraus und ermögliche tiefere Einsichten für journalistische Veröffentlichungen und die Öffentlichkeit. --- Source: https://www.datapulse.de/europaeische-gehaltsleiter/