Wind- und Solarenergie: Globaler versus nationaler Anteil

Die Infografik zeigt, welche Länder wie stark zur globalen Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie im Jahr 2024 beigetragen haben, mit besonderem Fokus auf China und Deutschland.

Der Ausbau von erneuerbarer Stromerzeugung wird maßgeblich vom Anstieg der Solarenergie getragen. Die globale Solarstromerzeugung hat sich in nur drei Jahren verdoppelt und ist seit 20 Jahren die am schnellsten wachsende Energiequelle. 

Die Entwicklung wird stark von China geprägt, wo 2024 über die Hälfte (53 %) des globalen Zuwachses stattfand und 2024 knapp 40% der globalen Stromerzeugung durch Wind und Solar generiert wurde. Diese Entwicklung steht jedoch im Kontrast zum globalen Anstieg des Strombedarfs (4%) und einem gleichzeitigen Anstieg an fossilen Energien (1,4%) (ember-energy.org). 

China: Der Ausbau-Champion mit dem fossilen Rucksack

Der Blick auf die weltweiten Anteile enthüllt einen führenden Akteur: China. Das Land stellt knapp 40 % der globalen Stromerzeugung aus Wind und Solar. Diese Dominanz ist das Ergebnis eines beispiellosen Ausbaubooms, bei dem allein im Jahr 2024 einen 45,2 prozentigen Anstieg in Solarenergie und 18 prozentigen Anstieg von Windkraft (enerdata.net) installiert wurde. 

Trotz dessen bleibt die interne Herausforderung groß. Im chinesischen Strommix machen Wind und Solar erst 18 % aus. Der Grund liegt in einem schneller wachsenden Gesamtstromverbrauch und dem gleichzeitigen Ausbau von Kohlekraft (ember-energy.org). 

Deutschland: Wind und solar prägen den Strommix

Ganz anders sieht das Bild in Deutschland aus. Hier liegt der Anteil von Wind- und Solarenergie an der gesamten nationalen Stromerzeugung bei 44 % und damit weit über dem globalen Schnitt. Erneuerbare Energien deckten in Deutschland bereits rund 63 % der öffentlichen Nettostromerzeugung, wobei Wind und Solar den Hauptbeitrag leisten. 

Windkraft war 2024 erneut die wichtigste Stromquelle und trug mit 33 % zur öffentlichen Nettostromerzeugung bei. Die Gesamtproduktion der Solarenergie stieg im Vergleich zum Vorjahr um 18 % und ihr Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung betrug 14 % (ise-fraunhofer.de).

Ausbau aus zwei Perspektiven

Die Entwicklung von Wind- und Solarenergie lässt sich aus zwei Blickwinkeln betrachten: China verschiebt mit seinem Rekordzubau die weltweiten Statistiken deutlich, da dort fast 40 % der globalen Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie entstehen, während der Anteil dieser Quellen im chinesischen Strommix bei 18 % liegt. Deutschland befindet sich am anderen Ende des Spektrums. Der Ausbau fällt im internationalen Vergleich kleiner aus, trotzdem decken Wind- und Solarenergie bereits 44 % der heimischen Stromerzeugung.

Die Beispiele China und Deutschland zeigen zwei unterschiedliche Rollen in der Entwicklung. In einem Fall sorgt der massive Ausbau für hohe globale Beiträge, im anderen prägt ein hoher Anteil von Wind- und Solarenergie bereits den nationalen Strommix. Beide Perspektiven verdeutlichen, wie unterschiedlich sich der Ausbau von Wind- und Solarenergie in den jeweiligen Stromsystemen niederschlägt.

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